Pflanzentauschbörse

Die diesjährige Pflanzenbörse der Naturschutzgruppe Taubergrund, findet am Samstag, 21. Oktober, von 9.30 bis 12.30 Uhr beim Evangelischen Gemeindehaus in Bad Mergentheim statt. Die Abgabe des Pflanzgutes ist bis 10 Uhr möglich.

Private Gartenbesitzer, die ihren Garten auslichten möchten, bringen bei dieser Aktion übrige Knollen, Zwiebel, Wurzelstöcke oder ganze Stauden vorbei. „Neugartenbesitzer“ können so günstig (gegen eine Spende), Pflanzenmaterial erwerben und sich dabei auch mit erfahrenen Gärtnern fachlich austauschen.

Seit 29 Jahren organisieren die Naturschützer jeweils im Spätherbst, eine solche Pflanzentauschbörse, in den letzten Jahren in Kooperation mit dem Projekt „Grüner Gockel“ der evangelischen Kirchengemeinde.

Tauberhüpfer auf der Spur der Pilze

Einladung zur Pilzexkursion

am Samstag, den 14.10.17 / 10 – 12.30 Uhr

Treffpunkt Sportplatz in Neunkirchen 
Liebe Tauberhüpfer!

Am kommenden Samstag, den 14.10.17 findet unser nächstes Projekt statt. Dabei steht wieder mal die geheimnisvolle Welt der Pilze auf dem Programm. Die erfahrene Pilzberaterin Monika Schmid wird euch im Wolfental in die Welt dieser besonderen Wesen mit einer fast grenzenlosen Vielfalt und Vielzahl an Formen und Farben einführen. Pilze zählen nämlich weder zu den Pflanzen noch zu den Tieren. Sie bilden eine ganz besonders eigenwillige Art von Lebewesen.  Diese ausgewiesene Eigenart, die wichtige ökologische Bedeutung, sowie die Genießbarkeit und Giftigkeit dieser Organismen   werden die Schwerpunkte der Exkursion sein.

Treffpunkt für die Exkursion ist am Sportplatz in Neunkirchen um 10 Uhr. Ende der Veranstaltung wieder am Ausgangspunkt um 12.30 Uhr.  Anmeldung erwünscht .

Das Leitungsteam:

Carola Dreier: 07931/949613
Monika Gulde: 07931/3661

Bei diesen Veranstaltungen werden Fotos gemacht. Diese Fotos könnten auch für interne Publikationen  oder Dokumentationen veröffentlicht werden.

Der Arbeitskreises Pilze informiert

Informationsabend des Arbeitskreises Pilze der Naturschutzgruppe Taubergrund

Herbstzeit – Erntezeit!
Auch der Wald steht jetzt mit seinen Gaben bereit. Nachdem die Beeren meist abgeerntet sind, stehen die Pilze im besten Stadium. Für Pilzkenner ein Genuss. Für viele Menschen aber eine Welt mit sieben Siegel.

Über heimische Speisepilze und ihre giftigen Doppelgänger informiert der Arbeitskreis Mykologie bei einer Veranstaltung am Do, 12. Okt. 2017 im Kleinen Gartensaal des Kurhauses um 19.30 Uhr. 

Die mitgebrachten Pilze werden bestimmt und der Speisewert erläutert. Vielleicht lernen Sie so eine neue Art kennen und können ihren Speiseplan erweitern.
Der Referent der Deutschen Gesellschaft für Mykologie Klaus Neeser wird auch auf Veränderungen unseres Pilzvorkommens, die mit Klimawandel zu tun haben eingehen.

Pilzfreunde sind herzlich willkommen.

Informationsabend Pilze – Infoplakat

Naturerlebnistag am 24.9.17/ 11 – 17 Uhr

Herzliche Einladung zu diesem traditionellen, sehr attraktiven Großereignis der Naturschutzgruppe.

Neu!!  Bilder vom Naturerlebnistag 2017

 

Auch in diesem Jahr führt unsere Naturschutzgruppe in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Mergentheim, der Fachschule für Sozialpädagogik, dem Kreisforstamt, dem Imkerverein Mittleres Taubertal, dem Allgemeinen Verkehrsclub Deutschland, dem Flechtworkshop und weiteren Gruppen einen Naturerlebnistag für die ganze Familie durch.
Man kann sich wieder über ein großes Angebot der ehrenamtlichen Helfer mit interesanten und informativen Spiel- und Bastelstationen geben.
Am Sonntag, den 24.September 2017 darf im Schloss- und Kurpark an über 20 Stationen gespielt, geforscht, beobachtet und gebastelt werden. Eine bedeutende Zielgruppe sind zwar Familien mit Kindern, aber auch weitere Interessenten werden von den vielfältigen und vielzähligen Angeboten angetan sein. Eine informative Pilzschau, der Blick ins klare Wasser der Tauber, vielleicht auch ein Glas mit frisch gepresstem Apfelsaft (dieses Jahr herrscht Obstmangel) oder eine Wildschweinbratwurst u.v.m. finden sicherlich viele Liebhaber. Zudem wird zwei Mal eine Führung zu den botanischen Höhepunkten des Schloss- und Kurparks angeboten. Die Naturschutzgruppe rechnet als Hauptveranstalter wieder mit über 2000 Besuchern, die von 11 bis 17 Uhr an der Achse vom Tauberwehr bis zum Schloss das Naturerlebnis mit einem Sonntagsspaziergang verbinden können. Mittelpunkt der Veranstaltung ist das Umweltzentrum (an der Bahnschranke zum Kurpark). Als großer lokaler Umweltverein mit über 400 Mitgliedern gibt es bei einer Tasse Kaffee und Kuchen Informationen über die wichtige Arbeit im Altkreis Mergentheim und darüber hinaus. Die Vorbereitungen für dieses Großereignis sind, federführend von der Pilzgruppe, bereits in vollem Gange. Für den Auf- und Abbau, aber auch für die Organisation am Veranstaltungstag suchen wir noch Helfer und auch die Bereitschaft für Kuchenspenden. Wer Interesse hat, zum Gelingen des Naturerlebnistages 2017 in irgendeiner Weise einen Beitrag zu leisten, der melde sich bitte bei dem Vorsitzenden Josef Gulde. Text: Tillmann Zeller, Fotos: Peter Schmid

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LAUDATO SI Schöpfung erfahren mit Körper, Geist und Seele

Naturerlebnistag: „Mit der ganzen Familie der Natur auf der Spur“
So 24.09.2017, 11.00 – 17.00 Uhr, Rund ums Umweltzentrum der Naturschutzgruppe Taubergrund im Schlosspark

Auftaktgottesdienst zur Schöpfungswoche
So 01.10.2017, 18.30 Uhr, Kapuzinerkirche
Gestaltung: Schulpastoral Bad Mergentheim und Realschule St. Bernhard

Fest des Hl. Franziskus von Assisi: Feier des Transitus
Di 03.10.2017, 18.30 Uhr, Kapuzinerkirche, Franziskanerinnen von Sießen

Laudato si´ – Umweltenzyklika und mehr: Vortrag
Mi 4. 10 2017, 19.30 Uhr, Kath. Gemeindehaus Bad Mergentheim, Prof. Dr. Michelle Becka, Universität Würzburg, Kath. Erwachsenenbildung und Naturschutzgruppe Taubergrund. TN 5,- €

Schöpfung mit Kindern und Jugendlichen: Pädagogische Fortbildung für Religionslehrer/innen und Erzieher/innen
Do 05.10. 2017, 14.30 – 17.00 Uhr,
Religionspädagogische Arbeitsstelle Bad Mergentheim

Programm

Jahres-Ausflug am 22. Oktober in den Steigerwald

Unser diesjähriger NSG-Ausflug führt in den Steigerwald. Zentrale Zielpunkte dort sind der sehr eindrucksvolle „Baumwipfel-Pfad“, der spannende „Methusalem-Pfad“ bei Ebrach, sowie das neue Steigerwald-Zentrum nahe dem Weindörfchen Handtal.
Abfahrt ist um 7.30 Uhr an der Bushaltestelle im Weberdorf (neben LIDL). Die Rückkehr starten wir in Handtal spätestens um 18.30 Uhr und sind gegen 20 Uhr wieder am Ausgangspunkt im Weberdorf. Für Kaffee-bzw. Vesperpausen stehen mehrfach Gelegenheiten (Cafeteria!) vor Ort zur Verfügung. Eine abschließende Einkehr ist in Handtal vorgesehen (Essen wird vorab im Bus bestellt). Kinder finden an der Cafeteria des Forstamtes und hinter dem Ausgang des Baumwipfel-Pfades jeweils einen schönen Waldspielplatz, sowie nach dem Ausgang des Baumwipfel-Pfades ein kleines Streichelgehege vor. Insbesondere, wenn lieber mehr Zeit an diesen Orten verbracht und die Einkehrmöglichkeit nicht genutzt wird, ist ein kleines Rucksackvesper mit Getränken zu empfehlen. Für den „Methusalem-Pfad“ ist festes Schuhwerk sinnvoll. Der „Baumwipfel-Pfad“ und der 40-minütige Wanderweg nach Handtal sind relativ problemlos mit einfacher Wanderausrüstung zu bewältigen. Im Steigerwald-Zentrum werden die teilweise interaktiven Ausstellungspositionen rund um den Wald und unser Wasser nicht nur für Erwachsene ein Erlebnis sein. Die Kosten für Busfahrt und Eintritt ins Zentrum betragen ca. 25 €. Aktive Tauberhüpfer fahren umsonst mit.

Anmeldungen bitte möglichst bald (spätestens zum 25.9.17) bei Monika und Josef Gulde (Telefon 07931 / 3661 oder mailto: J.Gulde@naturschtz-taubergrund.de

Es wäre sehr schön, wenn sich für diesen Ausflug wieder eine große Schar interessierter Naturfreunde entscheiden würden.

Zeitlicher Programmvorschlag für den NSG-Ausflug am 22.10.2017

07.30 Uhr Abfahrt des Busses in Bad Mergentheim/ LIDL- Weberdorf
09.00 Uhr Start Baumwipfel-Pfad
11.00 Uhr Gelegenheit zur Kaffeepause in Cafeteria am Baumwipfel-Pfad
11.30 Uhr Start Methusalem-Pfad
13.00 Uhr Gelegenheit zur Mittagspause in Cafeteria am Baumwipfel-Pfad
14.00 Uhr Wanderung (40 Minuten) zum Steigerwald-Zentrum nach Handtal
14.30 Uhr Der Bus fährt leer bzw. mit Nichtwanderern nach Handtal
15.00 Uhr Besuch des Steigerwald-Zentrums
16.30 Uhr Gelegenheit zur Vesper im urigen Weinlokal „Schoppenstübla“ in Handtal
18.30 Uhr Abfahrt mit dem Bus von Handtal nach Bad Mergentheim
20.00 Uhr Ankunft Bad Mergentheim

Landesgartenschau Bad Mergentheim

Hallo liebe Naturschutzfreunde,

wie euch sicherlich bekannt ist, will die Stadt Bad Mergentheim einen neuen Versuch starten, die Gartenschau 2026 nach  MGH zu holen.

Unsere NSG ist vom OB aufgefordert worden beim Ideenforum mit zu machen. Dazu gibt es am Mi, 27.9. um 18.30 Uhr ein Bürgerforum mit Ideenbörse im Kursaal.
Vorher, um 17 Uhr findet ein Spaziergang statt, der Entwicklungspotentiale in ausgewählten Arealen aufzeigt.

Ich denke, dass wir uns hier auf jeden Fall rechtzeitig einbringen sollten. Alle, die dazu Ideen und Vorschläge haben, mögen sich bei mir melden.

Dank und freundliche Grüße
Josef Gulde

weitere Infos: Stadt Bad Mergentheim

Zum Landesgartenschau-Blog
blog.bad-mergentheim.de

Tauberhüpfer beim Naturerlebnistag

Am Sonntag, den 24.9.17 findet wieder von 11 -17 Uhr das traditionelle große Naturerlebnistag mit über 20 verschiedenen Stationen rund ums Umweltzentrum statt. Die Tauberhüpfer sind wieder mit 2 Aktionen dabei. Zum einen wollen wir die Besucher mit Kuchen und Kaffee verwöhnen und zum zweiten wird bei der Kelter-Aktion  frischer leckerer Apfelsaft produziert und vermarktet. Dazu seid ihr ganz herzlich zum Mitmachen eingeladen. Es wäre sehr schön, wenn ihr wenigstens für ein paar Stunden dabei seid und euch mit einbringt. Für die Cafeteria bitten wir um Kuchenspenden, für die Kelter-Aktion um Äpfel. Da in diesem Jahr fast alle Apfelblüten erfroren sind, gibt es nur ganz wenige Früchte auf den Bäumen der Naturschutzgruppe bzw. im Schlosspark.

Wir freuen uns auf euer Kommen und euer Mitmachen! Anmeldung erwünscht .

Das Leitungsteam:
Carola Dreier: 07931/949613
Monika Gulde: 07931/3661

Bei diesen Veranstaltungen werden Fotos gemacht. Diese Fotos könnten auch für interne Publikationen  oder Dokumentationen veröffentlicht werden.

Alter Pilzgarten im Wolfental wird wieder neu.

Im Wolfentaler Wald in Bad Mergentheim wurde in den wurde vor mehr als drei Jahrzehnten ein Pilzgarten angelegt. Es gehört der Stadt . Die renommierte und überregional geschätzte Pilzgruppe der Naturschutzgruppe Taubergrund hat die Erlaubnis (mündlich) der Forstverwaltung hier Untersuchungen der Pilze durchzuführen.  Vor allem geht es um die Sukzessionsforschung, d. h., welche Pilze kommen der Reihe nach auf den verschiedenen Projekten (Hölzern) vor. Wie verhalten und beeinflussen sich die Fruktifikationen der einzelnen  Arten zueinander und so weiter. Anfangs bekamen die hiesigen Mykologen guten Auftrieb von seitens namhafter Pilzfachleute. Bei überregionalen Tagungen der Mykologen wurde der Pilzgarten vorgestellt und auch von Klaus Neeser in der Fachzeitschrift der Arbeitsgemeinschaft darüber berichtet.In den letzten Jahren waren die Aktivitäten nicht gewaltig. Nun möchte die Pilzgruppe wieder tätig werden. Nicht nur erwünschte Pilze waren im Pilzgarten aktiv. Manche setzten auch der Sitzgruppe und den Zaunpfählen zu und brachten diese zum Einsturz.

In den letzten Schultagen wurde nun gemeinsam mit Schülern aus Offenburg, den Mitarbeitern des Waldschulheims Schöntal und Mitgliedern der Naturschutzgruppe Taubergrund begonnen den Pilzgarten wieder auf Vordermann zu bringen. Die Schüler/innen waren begeistert bei der Sache und fragten bei der morgendlichen Vesperpause hochmotiviert,“können wir jetzt weiterarbeiten“. Leider war es während des Arbeitseinsatzes sehr trocken, so konnten, anders als jetzt nach den ergiebigen Regenfällen, keine Fruchtkörper der Pilze entdeckt werden.

Das 1990 gegründete Waldschulheim Kloster Schöntal ist Teil des Landratsamts Hohenlohekreis mit finanzieller Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg. Es bietet sogenannte Waldschulheimaufenthalte an. Dies sind fünf- bis zwölftägige Aufenthalte siebter bis elfter Klassen (14 bis 17 Jährige) aller Schularten. Sie ermöglichen eine sehr intensive Auseinandersetzung mit Natur, Wald und Waldwirtschaft, Landschaft, Kultur und sozialem Leben. Sie entsprechen in geradezu idealer Weise fächerübergreifendem Unterricht und fördern genau die Kompetenzen, die in der Schule schwer zu vermitteln sind. Nach einer morgendlichen Einführung zu verschiedensten Waldthemen fahren (selten auch gehen) alle zusammen in den Wald. Dort werden die Aktivitäten und Arbeiten sehr praxisnah immer von den Schülern selbst durchgeführt. Die vormittägliche Mitarbeit der Schüler in Wald und Natur (8.30 Uhr bis 12.30 Uhr) hilft mit bei der Finanzierung der Aufenthalte.

An drei oder vier Nachmittagen in der Woche wird den Schülern ein abwechslungsreiches, natur- oder kulturbezogenes Gruppenprogramm als Pflichtveranstaltung angeboten, in welches wir auch Schüler- und Lehrerwünsche aufnehmen. In Arbeitsgruppen und Projekten werden sehr vielseitige Aspekte menschlichen Zusammenlebens und der Naturbeziehungen erarbeitet. Es findet, außer bei Einweisungen und sicherheitsrelevanten Instruktionen, kein weiterer theoretischer Unterricht statt. Die persönliche Auseinandersetzung mit den gewählten Themen und das intensive eigene Erleben stehen im Mittelpunkt.

Die Grundkosten belaufen sich auf zur Zeit 150 €/Person für sieben bis 12-tägige und 90 €/Person für fünftägige Aufenthalte bei Vollpension in Zwei- bis Vierbettzimmern. Hinzu kommen höchstens 15 € für Material und Ähnliches. Ausflüge am Wochenende sind nicht inbegriffen. Das Haus verfügt über eine eigene Küche. Die Mitarbeit in Wald, Haus und Natur am Morgen ist verpflichtend. Diese Mitarbeit klingt für viele junge Leute zuerst abschreckend. Gerade sie wird jedoch am Ende des Aufenthaltes von vielen Jugendlichen als besondere Erfahrung geschildert.

Für dritte bis sechste Klassen werden sogenannte Walderlebnisaufenthalte angeboten. Diese fünftägigen Aufenthalte sind ähnlich wie die Waldschulheimaufenthalte strukturiert.

Auf einer Sägemehlmatte werden Pilze erwartet und andere sind schon da. Sie haben so eindrucksvolle Namen wie Ohrlöffelstacheling, ranziger Trichterling oder strahlfüßiger Tintling.

Fotos von aktiven Schülern, die von Förstern und Pilzfreunden angeleitet werden, Schild Pilzgarten, Sägemehlbett, Pilz

Text:  Tillmann Zeller

Biologische Vielfalt fördern

Die Naturschutzgruppe Taubergrund betreut zahlreiche wertvolle Biotope. Darunter sind mehrere Feuchtgebiete , Naturschutzgebiete, Naturdenkmale und eine Tauberinsel. Jetzt waren sieben Aktive bei schweißtreibenden Temperaturen in Markelsheim in einem der Naturschutzgruppe zur Pflege überlassenen steilen Grundstück im Pflegeeinsatz.Es handelt sich um eine ehemalige Rebfläche, die sich zu einem Trockenrasen entwickelte.Trockenrasen auf Kalkböden gehören heute zu den am stärksten gefährdeten Pflanzengesellschaften. Ehemalige Rebflächen sind nur dann ökologisch wertvoll, wenn sie nicht überdüngt sind , denn sonst entwickeln sich Gehölze, die das Rückzugsgebiet gefährdeter Tier- und Pflanzenarten überwuchern. Wie Bauern in Hochgebirgsregionen mussten die Naturschützer arbeiten. Der Transport des Schnittguts musste in Handarbeit erfolgen. Das Schnittgut muss abgeräumt werden, damit der Fläche Nährstoffe entzogen werden, die über viele Jahre durch den intensiven Weinbau in der Vergangenheit in den Boden eingebracht wurden. Der bodendeckende Bewuchs von Fettgräsern und Schlingpflanzen wie Brombeeren, Reben und gewöhnlicher Waldrebe wurde gemäht. Sträucher und Baumarten wie Hundsrose, Hartriegel, Schlehdorn und Ahorn, die bei hohem Nährstoffgehalt im Boden weitere Pflanzen auf der  Fläche nicht zulassen, wurden entfernt. Seltene Orchideen wie die Hummel- oder Bienenragwurz oder das Helmknabenkraut und Pflanzen wie der echte Wundklee, die Taubenskabiose oder Silberdistel, die auf offene und sonnige Gegebenheiten angewiesen sind ,soll der passende Lebensraum zur Verfügung gestellt werden. Durch die erfolgte Pflege sollen verschiedene Strukturen in der Fläche geschaffen werden, damit eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen ihren Platz finden können. Mit Büschen wird für Heckenbrüter die Nistmöglichkeit gefördert.. Einige Bäume werden gezielt einzeln gestellt, damit die Fläche auflockert wird und Greifvögel eine Sitzwarte finden und Kleinnager jagen können. Im Schattenwurf der Bäume  finden Pflanzen, die keine dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung aushalten, ihren Platz. Um Vögel anzulocken brachte Elmar Patermann Nistkästen an und bietet mit Sitzstangen den Falken und anderen befiederten Jägern gute Chancen um Mäuse zu erlegen. Durch den Arbeitseinsatz fühlten sich einige Blindschleichen kurzfristig gestört. Nach dem Abräumen des dieses Jahr, dank hoher Niederschläge und bestem Wuchswetter, besonders hohem Aufwuchses, genossen die Blindschleichen, die weder blind noch Schlangen , sondern Reptilien sind, die verbesserte Sonneneinstrahlung zu einem genussvollen Sonnenbad.

Foto von Arbeitseinsatz in Markelsheim
Tillmann Zeller